Montag, 08.02.2010

Newsticker

Einladung:

Die Teilnahme am Training für Fortgeschrittene, Freitags von 20:00 bis 22:00 Uhr, ist auf Anfrage offen für interessierte Vertreter aller Stile ab dem 1. Kyu!

Willkommen auf Kenju-ryu.de
 
 
Kenju-ryu - was ist das?
 
Das Kenju-ryu Karate ist aufgrund seiner Kata Struktur dem Shorei-ryu zuzuordnen. Wie in den bekannteren Stilen dieser Strömung (Goju-ryu, Uechi-ryu) wird den verwurzelten Ständen und der Atmung eine hohe Bedeutung zugemessen. Tritttechniken werden nur zur Unter- und Mittelstufe ausgeführt, so wie es auch in den klassischen Kata gelehrt wird.
 
Was das Kenju-ryu so interessant macht, ist die Tatsache, dass es nicht, wie die meisten hier etablierten Karatestile, durch sporttypisiertes Karate verzerrt wurde. Ziel des Kenju-ryu ist es, sich vom Wettkampf-Karate zu distanzieren und die Traditionen des historischen Okinawa Karate aufrecht zu erhalten. Es ist ein flexibler, auf Kata basierender Stil, welcher die Kata sowie deren Bedeutung durch 2-Mann-Formen lehrt. Damit lehnt es sich an die originalen Anwendungen an, wie sie seit frühester Zeit praktiziert wurden. Dies impliziert, dass es nicht nur Schläge, Tritte und Stöße sondern auch Würfe, Würger, Hebel, Greif-, Bodentechniken u.v.a.m. beinhaltet.
 
Wie alle traditionellen okinawanischen Strömungen ist auch das Kenju-ryu stark beeinflusst durch die südchinesichen Stile aus Fujian: Fu Jow Pai (Tigerklauenstil), Bai He Quan (Weiße Kranich Faust) und Lohan Quan (Mönchsfaust), unterlag aber zugleich damit weniger der japanischen Beeinflussung.
 
Klassisch, wie in den chinesischen und okinawanischen Schulen, ist auch im Kenju-ryu das Praktizieren von Kote-kitae/Ude-tanren, Abhärtungstraining der Unterarme und Kakie, „Push-hands“ oder „Sticky-hands“ zu finden.
 
Die Kata und deren Bunkai sind das A und 0 des Trainings. Sämtliche Kumite- oder Tegumi- Übungen resultieren aus ihnen. Die Katastrukur ist vergleichbar mit dem des „alten“ Goju-ryu, d.h. zu dem weit verbreiteten Kata-Curriculum von Sanchin bis Suparinpei/Peichurin kommt noch die Naihanchi hinzu, wie Miyagi Chojun es in seinem 1936 veröffentlichen Buch „Karate Do Gaisetsu“ propagierte.
 
1995 wurde Kenju-ryu urheberrechtlich geschützt, um sich von eventuellen Nachahmern, Ablegern und Hybriden zu distanzieren und Seriosität zu gewährleisten. Parallel zu dieser Maßnahme übernahm Hanshi Akashi Fumio, 9. Dan, die Präsidentschaft über die, in diesem Rahmen gegründete, Okinawa Kenju-ryu Toudi-jutsu Renmei. Er segnete das Curriculum ab und zeichnet sich alleinverantwortlich für die Ausstellung von Yudansha Zertifikaten (Dan Urkunden). Darüber hinaus macht das Kenju-ryu von der Möglichkeit Gebrauch es mit anderen, sprich moderneren, Kampfsport- bzw. Kampfkunstarten zu kombinieren und somit wertvolle Ergänzungen hinzu zu fügen, wobei diese „neuen“ Konzepte als sogenannter Realitätsfilter funktionieren.

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 20. November 2009 um 16:32 Uhr